Landrat erster Kunde der Hofladenbox

(Zirndorf) Der Nach-Hause-Lieferservice für regionale Produkte ist offiziell im Landkreis Fürth gestartet: Erster Kunde, der seine HofladenBOX erhalten hat, war Landrat Matthias Dießl als Vorsitzender der LEADER-Region Landkreis Fürth. Das Projekt von Mareike Schalk und Birgit Wegner wird von LEADER bezuschusst. Die Idee dahinter ist einfach wie genial: Es gibt mittlerweile viele Direktvermarkter im Landkreis Fürth. Das Angebot ist vielfältig. Und doch wünschen sich viele Verbraucher, regionale Produkte unter einem Dach zu finden, anstatt von Hofladen zu Hofladen fahren zu müssen. Über die Internetseite der HofladenBOX können viele der Produkte der Direktvermarkter aus der Region bestellt werden. „Die Erzeuger liefern uns die individuell bestellten Waren, wir verpacken die Gesamtbestellung und bringen diese dann zum Kunden nach Hause”, erklärten Mareike Schalk und Birgit Wegner. Kooperationspartner ist der Peterhof in Oberasbach: Hier verpacken die beiden Unternehmerinnen die angelieferten Lebensmittel in gekühlte Transportboxen. „Mit der HofladenBOX erhalten unsere regionalen Produzenten einen weiteren Vertriebsweg und die Verbraucher eine sehr bequeme Möglichkeit, regionale Produkte zu erwerben”, sagte Landrat Matthias Dießl. Er hatte bei seiner ersten Lieferung eine Überraschungsbox erhalten. „Die HofladenBOX spart auch Spritkosten, da die Verbraucher nicht einzeln von Hofladen zu Hofladen fahren müssen”, betonte der Landrat. 

Die beiden Damen hatten die Idee zur HofladenBOX vor etwa zwei Jahren - und zwar durch den eigenen Bedarf. Beide waren mit ihren Familien von Nürnberg aufs Land gezogen, nämlich nach Roßtal und Oberasbach. „Das hat uns dazu animiert, noch mehr bei Landwirten und Direkterzeugern einzukaufen, von denen es ja viele im Landkreis gibt.“ Beide merkten dann relativ schnell, dass das gar nicht so einfach ist. „Man weiß nicht, wer hat wann was und wie sind die Öffnungszeiten. Und um alle Waren, die man gerne regional kaufen will, zu bekommen, muss man durchaus mehrere Stationen anfahren.” Dadurch wurde die Idee geboren. Die Kunden müssen für ihre Bestellung eine Lieferpauschale bezahlen. Die Unternehmerinnen erhalten zudem vom Verkauf der Produkte eine gewisse Marge. Die Landwirte und Erzeuger können selbst festlegen, was ihre Waren bei HofladenBOX kosten - also ob sie diese Marge mit auf den Preis schlagen oder nicht. Auch welche Produkte auf der Webseite angeboten werden, liegt in der Verantwortung der Erzeuger, die einen direkten Zugang für die Webseite haben. Landrat Matthias Dießl wünschte dem StartUp-Unternehmen viel Erfolg. (LRA Fürth)

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