Grasfrosch ist Amphibie des Jahres

(Cadolzburg) Von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde wurde der Grasfrosch zum Lurch/zur Amphibie des Jahres 2018 ausgewählt. Das Tier ist bereits in 3 Bundesländern im Bestand gefährdet und steht auf der Vorwarnliste für gefährdete Tierarten in Deutschland. Mangelnde Laichgewässer aber auch mangelnde Nahrung durch den Insektenschwund könnten der Grund für den Rückgang der Population sein. Der Frosch kann in verschiedenen Farbvarianten von dunkel- bis hellbraun, leicht grünlich, ja sogar rötlich auftreten. Die Haut ist mehr oder weniger gefleckt. Gut zu erkennen ist er an einem dreieckigen Wangenfleck und dem meist goldenen Augenhintergrund. Er erreicht einen Größe von max. 10 cm, dabei sind die Weibchen etwas größer als die Männchen. Die Tiere leben außerhalb der Laichzeit meist an Land, ernähren sich überwiegend von Insekten, Spinnen, Würmern und Schnecken. Den Winter verbringen sie teils am Grund ausreichend tiefer Gewässer meist aber an Land an frostfreien Stellen unter Laub, abgestorbenen Hölzern oder unter Steinen. Bereits im zeitigen Frühjahr beginnen sie, für Nachwuchs zu sorgen und begeben sich in meist flachere Gewässer. Ihre Balzrufe sind weniger ein Quaken als eher ein leises Knurren oder Brummen – im Gegensatz zu den sehr lauten Teichfröschen. Die Weibchen stoßen einen großen Laichballen mit bis zu 4000 gallertummantelten Eiern aus,die sofort vom am Rücken sitzenden Männchen befruchtet werden. – meist an Wasserpflanzen verankert. Später steigen diese Ballen an die Wasseroberfläche und bilden Fladen von bis zu 30 cm Durchmesser. Die Gallerthüllen wirken wie eine Linse und bündeln das Sonnenlicht auf das darin befindliche Ei. Je nach Witterung schlüpfen nach 2-4 Wochen ca 1 cm große Kaulquappen aus, die dann im Juni als vollentwickelter Frosch das Wasser verlassen. In meinem Gartenteich tummeln und vermehren sich seit über 30 Jahren die Grasfrösche. Sie sind selbst zugewandert, und laichen in derart großen Mengen ab, daß ich einen großen Teil in andere Gewässer ausquartieren muss. Trotzdem entwickeln sich Tausende von Kaulquappen; die Goldfische im Teich können der Population kaum schaden. Wer einen Garten sein eigen nennt, sollte sich auch einen Teich anlegen und dieser uralten Tierart und anderen wasserliebenden Tieren eine Heimstatt bieten. Die Natur wird es ihm danken. (Bruno Wirlitsch, Bund Naturschutz, Ortsgruppe Cadolzburg)

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