DiGrundschüler lernen Cadolzburg kennen

(Cadolzburg) Eine wunderschöne Burg, nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Verstehen, die man im Laufe der Jahre so gut kennen lernt, dass man ein richtiger Experte wird, diese Idee hatten sechs Lehrerinnen der Grundschule Cadolzburg unter der Leitung von Elke Summa. Sie arbeiteten für die verschiedenen Schülerjahrgänge Themen aus, die im Bezug zum Lehrplan stehen und denen auch die Museumspädagogen Max Keck und Monika Dreykorn die Ausstellungsinhalte anpassten. Und so ist der Plan: Jedes Jahr besuchen alle Klassen der Grundschule einmal die Burg. Dabei besichtigen sie, jeweils unter einem bestimmten Thema, einen anderen Bereich der Ausstellung „Herrschaftszeiten Erlebnis Cadolzburg“. Am Ende der Grundschulzeit haben auf diese Weise alle Schüler/innen die gesamte Cadolzburg kennengelernt, erlebt und ihr Wissen über das Mittelalter vertieft. In diesem Jahr starteten „Burg und Schule“ ihre Kooperation mit dem Besuch der 1.Klassen. Für sie ging es um die Burgbewohner. „Wer lebte auf der Cadolzburg? Die Themen der folgenden Jahrgänge sind: „Ritter“ Kampf, Krieg und Turnier im Spätmittelalter, „Burg“, wozu war eine Burg gut und wie wurde sie erbaut? Und, „Kleidung und Rüstung“, Wer trug im Spätmittelalter welche Kleidung wozu? Die Schülerinnen und Schüler bekommen einen Stempelpass, in den jedes Jahr ein für den Burgbesuch passendes Symbol eingestempelt wird. Am Ende der Grundschulzeit erhalten sie dann eine Urkunde, das „Burgexperten- Diplom“. Den „Startschuss“ für dieses Projekt gab es im April. Erster Bürgermeister Bernd Obst begrüßte die Kinder einer ersten Klasse, die sich erwartungsvoll im Burghof versammelt hatten. Mit ihnen Schulleiterin Frau Monika Oswald- Jung sowie Elke Summa, Max Keck, Monika Dreykorn und Hr. Weber von der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Frau Oswald- Jung äußerte sich begeistert über das neue Angebot für die Schule:“ Hier in Cadolzburg liegt mit der Burg ein außerschulischer Lernort so nah, dass es Vergeudung wäre, diesen nicht intensiv zu nutzen.“ Bei der anschließenden Führung war besonders die Küche mit dem Ochsenschlot für die Kinder interessant, zumal es etwas zum Probieren gab, was man im Mittelalter gern aß: Karamellisierter Kümmel! Na ja, nicht Jedermanns Geschmack! Nachdem man das „Plumpsklo“ besichtigen und auch mit großem Vergnügen den Kurfürstenhut aufsetzen durfte, endete der Rundgang im Erkersaal. Hier erfuhren die Kinder etwas über die Wappen der Hohenzollern, mit denen die Decke des schönen Raumes geschmückt ist. Später konnten sie selbst ein Wappen malen. So mancher Schüler hatte sich schon auf die Ritterrüstungen gefreut, aber schade, die stehen erst in der nächsten Klasse auf dem Programm! (UE)

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