Steinbacher Kirchweih - ein Gaumenschmaus

(Steinbach) „Im Jahre zwei nach Zempel“ begrüßte Eva Bogendörfer die Gäste der Steinbacher Kärwa beim Aufstellen des Kärwabaumes, betonte, dass in Steinbach einfach eine andere Zeitrechnung gelte und freute sich über viele Gäste. Die Kärwa startete dieses Jahr erst am Samstag. Los ging es für die Kärwa-Burschen bereits in der früh mit dem Ausgraben des Kärwa-Baumes. Mit dem Liedvers „Die Steinbacher Bürschli, die ham halt ihr´n Stolz, die huln si ihr´n Bam ausn Paulus sein Holz“ gaben die Kärwaburschen auch preis, aus wessen Wald der Baum stammte, nämlich aus dem der Familie Paulus vom Bauernladen Lindenhof. (Übrigens: Wo der Baum stand, wird nie wieder einer stehen, da baut jetzt nämlich der Freistaat Bayern die Staatsstraße hin). Für die Gäste öffneten das Café im Zelt und der Biergarten um 15.00 Uhr ihre Pforten. Die Veitsbronner Musikanten sorgten für die richtige Musik beim Aufstellen der Kärwa-Bäume  – es waren nämlich zwei! Hatten doch die jüngsten mit Tobias Hähnlein und Vincent Müller an der Spitze auch einen Kärwabaum aus dem Wald geholt und stellten ihn unter dem Beifall der Gäste unmittelbar nach den „Großen“ in die Senkrechte. Viel Applaus erhielten dann die Kinder für ihre Volkstänze, bevor Bürgermeister Bernd Obst in gewohnter Manier ein Fass Bier für die Kärwa-Burschen anzapfte. Für den reibungslosen Ablauf beim Aufstellen der Bäume sorgt schon seit vielen Jahren Hermann Besendörfer, stellv. Vorstand und Löschmeister der Feuerwehr Steinbach, der dieses „Amt“ von Christian Paulus übernommen hat.  Am Samstag-Abend gab es dann mit Stage One Musik für alle Altersklassen, die das Zelt zum Brodeln und die Gäste auf die Tanzfläche  brachte.

Der Sonntag war traditionell der Blasmusik vorbehalten. Mit den Veitsbronner Musikan­ten, die zum Frühschoppen aufspielten, und den Cadolzburger Volksmusikanten, die das musikali­sche Zepter am Nachmittag übernahmen, spielten zwei bekannte und beliebte Blasmusik­orchester auf. Ein Höhepunkt der Kärwa war auch dieses Jahr der Gottesdienst im Grünen. Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Büttner und Katja Potyra aus Steinbach  - auch das schon eine Tradition - ökumenisch gehalten und vom Posaunenchor und der Chorgemeinschaft Liedertafel/-Waldfreunde musikalisch ausgestaltet. Die Volkstanzdarbietungen der Kinder – einstudiert von Paula Sadlo, Karin Hähnlein und Ute Berft -  waren am Sonntagnachmittag noch einmal zusammen mit dem Betzentanz zu bewundern, den dieses Jahr Thomas und Uli Zempel gewonnen haben. Ein weiteres Schmankerl folgte auf dem Fuß: Die Fürther Sambistas, unter ihnen unser Ralf Zimmermann, gaben sich bereits zum zweiten Mal auf der Steinbacher Kärwa die Ehre. Die Fürther Sambistas sind eine Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderung. Sie musizierten unter der Leitung von Britta Lezius aufgrund des schönen Wetters gleich unterm Kärwa-Baum und rissen die Gäste zu Beifallsstürmen hin, bevor im Zelt wieder die Cadolzburger Volksmusikanten das musikalische Zepter übernahmen. Zum Ausschank kam das gute Ammerndorfer Bier; ein sehr gutes Angebot an Speisen und  Getränken – teilweise aus fairem Handel - ließen keine Wünsche offen. Fazit: Wer nicht da war, hat was versäumt!

 

Anzeigen