Mit dem E-Bike durch den Landkreis

(Cadolzburg) Mit Elektromotoren angetriebene Fahrräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei allen Generationen: E-Bikes ermöglichen es, größere Strecken in kurzer Zeit mit dem Fahrrad zurückzulegen, deshalb liegen sie sowohl bei Freizeitradlern als auch bei Pendlern voll im Trend. Um die Vorteile von E-Bikes vorzustellen, hatten unter anderem die Leader-Region Landkreis Fürth und der Energieversorger N-Ergie zu einer Tour mit den schnellen Rädern durch den Landkreis Fürth eingeladen, der bekanntlich als fahrradfreundlicher Landkreis zertifiziert ist. Die Strecke ging von Langenzenn über Ausläufer des Dillenbergs nach Großhabersdorf und über den Bibertgrund, den Cadolzburger Höhenzug, die Erlebnisburg Cadolzburg, das Zenntal und zurück. Insgesamt wurden 35 Kilometer in knapp zwei Stunden zurückgelegt.  Beim Fahren mit dem E-Bike geht der Spaß am Radeln nicht verloren: Der Elektromotor unterstützt je nach Einstellung mehr oder weniger das Treten in die Pedale - E-Bikes fahren also nicht von alleine, was fälschlicherweise oft angenommen wird. Dies tun nur sogenannte S-Pedelecs. Eine große Zielgruppe sind Senioren, die heute aktiver sind, als jemals zuvor. Für sie ist das E-Bike eine ideale Kombination aus Bewegung und individueller Mobilität. Aber auch Pendler schätzen den Vorteil, komfortabel und schnell ans Ziel zu kommen. Generell geht der Trend zu Reisen mit dem E-Bike, weshalb die Räder bei jungen Leuten beliebt sind. Auch die neuen sportlich-modernen Modelle wie zum Beispiel E-Mountainbikes, bei denen Motor und Akku kaum noch zu sehen ist, tragen dazu bei. Die Vielfalt an Modellen ist mittlerweile groß: Wenn es mehr zu transportieren gibt, kommen ohne große Anstrengung Fahrradanhänger oder Lastenrad zum Einsatz. An der Tour durch den Landkreis beteiligten sich unter anderem Bürgermeister der Landkreis-Kommunen sowie Vertreter aus der kommunalen Verwaltung, um erst einmal selbst ein Gefühl für die Technik zu entwickeln und dabei die neuesten Trends bei E-Bikes und Ladeinfrastruktur kennenzulernen. Ziel der Tour war die Vernetzung in der Region sowie der Austausch zum Thema Elektromobilität. Wie der Landrat betonte, können gerade Tourismusregionen vom E-Bike-Trend profitieren: Jährlich würden mehr als neun Milliarden Euro mit dem Radtourismus in Deutschland umgesetzt. “Gewisse Voraussetzungen sollten aber gegeben sein”, sagte Matthias Dießl, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundli-cher Kommunen in Bayern ist. “Wer mit dem E-Bike reist, möchte nicht auf Komfort und Infrastruktur verzichten: Dazu gehören Service- oder Wartungsmöglichkeiten, Lade- und Verleihstationen”, betonte er. So besichtigten die Tour-Teilnehmer die E-Bike-Ladestationen entlang der Strecke in Langenzenn, Großhabersdorf und Cadolzburg. „Das sollte es flächendeckend geben”, regte Matthias Dießl an. Der Landkreis befürworte ein gemeinsames Agieren der Kommunen, um die Fahrradfreundlichkeit im gesamten Landkreis auch im Bereich E-Mobilität weiter zu steigern. (LKF)

Anzeigen