Humorvolle Vorweihnachtszeit beim Heimatverein

(Cadolzburg) „Allmächd, Weihnachten kummd!“ Unter diesem Motto fand am 1.Dezember der alljährliche Adventsabend des Heimatvereins in der Haffnersgartenscheune statt. Erster Bürgermeister Bernd Obst „warnte“ die vielen Besucher davor, besinnliche Stunden zu erwarten, denn der Autor des Abends, Dr. Norbert Authenrieth, ist bekannt für seine parodistischen, oft sarkastischen Mundartgedichte und Geschichten, die die Lachmuskeln der Zuhörer arg strapazieren. Doch zunächst wurden die Ehrengäste begrüßt. Helmut Krämer, Konrad Müller und Günther Oellerich, Träger der Bürgermedaille, Ehrenmitglied Rosi Kollrodt, 2. Bürgermeister Dr. Georg Krauß sowie Damen und Herren des Gemeinderats. Auch in diesem Jahr wurden langjährige Mitglieder des Heimatvereins geehrt, von denen nicht alle anwesend waren. 25 Jahre sind dabei: Johannes Strobl, Dr. Helmut Schwarz, Gisela Reutner, Dieter Krieger, Renate und Herbert Dümmler. Robert Pankratz, Johanna Lippke und Hannelore Augustin sind seit 40 Jahren Mitglieder. Und stolze 50 Jahre haben Irmgard und Helmut Stölzel dem Verein die Treue gehalten. Jeder bekam zum Dank ein Geschenk. Der Höhepunkt des Abends war natürlich Dr. Norbert Autenrieth, der sich in Gedichten und Prosa mit „spitzer Feder“ Gedanken zur Vorweihnachtszeit gemacht hatte. Da ging es um Weihnachtsmänner, die gegen das „Vermummungsgebot“ verstoßen, zu Scharen auftauchen und jetzt schon an den Häuserwänden „hochkrabbeln“. Halloweenerlebnise, der missglückte Weihnachtsbaumkauf oder die Qual der Geschenksuche, nichts wurde vergessen. Und dann kam das Christkind selbst zu Wort. Mit Goldreif im Haar und der passenden Gestik sprach Norbert Autenrieth den bekannten Prolog, den er aktuell umgestaltet hatte. Dabei ging es um die Weihnachtshysterie und übertriebene Kauflust, die schon Kindern anerzogen wird. Der Vortrag endete mit den Worten: “Das Christkind lädt zu seinem Markte ein und wer da ZAHLT, der soll willkommen sein!“ Sehr gut! Zum Lachen gab es wirklich viel! Musikalische Einlagen zwischen den Lesungen brachte mit fränkischen Liedern das „Duo Mahr“. Auch an diesem Abend war natürlich an das Wohl der Gäste gedacht worden. In Windeseile servierte Max Krauß, 2. Vorsitzender des Heimatvereins, Getränke, Schmalzbrot und Adventssterne, wobei ihn einige Kärwaburschen bei der Vorbereitung unterstützten. Das „letzte Wort“ hatte zum Abschluss Bernd Obst, der den Mitwirkenden seinen Dank aussprach und ihnen ein kleines Geschenk überreichte.(UE)

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