Feierliche Eröffnung der Cadolzburg

(Cadolzburg) Nun ist es endlich soweit! Nach umfangreicher Restaurierung ist die Cadolzburg wieder für alle zugänglich. Das neue Burgerlebnismuseum „Herrschaftszeiten! Erlebnis Cadolzburg“ bietet den Besuchern eine anschauliche Zeitreise ins Mittelalter. Wie haben die Hohenzollern vor 600 Jahren hier gelebt, gewohnt, gekämpft und geschlafen? Am 23.Juni eröffnete Heimatminister Markus Söder, der mit Salutschüssen vor der Burg begrüßt wurde, mit einem Staatsempfang das neue Museum. Unter den 300 geladenen Gästen sah man Honoratioren aus Politik, Kultur und allen, die mit der Burg verbunden waren. Als besonderer Ehrengast wurde Georg Friedrich Prinz von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern, begrüßt, der, so sagte Markus Söder humorvoll, sehr interessiert sei, was aus der alten Hohenzollernburg geworden ist. Eingeladen waren außerdem, um nur einige Namen zu nennen, Bezirkspräsident Richard Bartsch, die Bürgermeister aus Fürth und dem Landkreis, Baureferent Jürgen Bauer,außerdem Hans Herold, Petra Guttenberger, Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, Bernd Schreiber, Präsident der Burgen- und Schlösserverwaltung mit den Kuratoren Dr. Uta Piereth und Dr. Sebastian Karnatz. Zu den Gästen zählten außerdem Prof. Dr. Ulrich Großmann Leiter des Germanischen Nationalmuseums, Dekan Hermany, Pfarrer Büttner und der ehemalige CSU Landtagsabgeordnete Günter Gabsteiger, der sich seit 1979 sehr intensiv für den Wiederaufbau der Burg eingesetzt hatte. Markus Söder ist es zu verdanken, dass der endgültige Ausbau zum Museum fertiggestellt werden konnte, indem er das nötige Geld bereitstellte. Bisher wurden ca. 37 Millionen investiert.

In seiner Begrüßungsrede freute sich der Heimatminister über das gelungene Konzept des Museums, das „deutschlandweit einmalig ist.“ Bürgermeister Bernd Obst nannte die Eröffnung des Burgerlebnismuseums „einen langgehegten Traum, der Wirklichkeit geworden ist.“ Sein Dank galt allen Beteiligten, die an diesem großartigen Projekt mitgewirkt haben. Landrat Matthias Dießl meinte: „Die Burg ist prägend für den Landkreis und von herausragender Bedeutung. Sie gibt dem Landkreis seine Identität.“ Bernd Schreiber betonte, dass „Burgen Identifikationskraft entfalten und den Menschen Halt geben können“. Er überreichte Markus Söder als Gastgeschenk eine nachgefertigte „Schwebescheibe“ von Albrecht Achilles und eine Fränkische Weinkanne mit Bechern. Dr. Uta Piereth bekam von Helmut Krämer und Peter Riegelein als Dank für unermüdliche Arbeit „Vier Pfund Glück“ aus Schokolade überreicht. Der anschließende Rundgang durch die Ausstellungsräume der Cadolzburg zeigt den Besuchern ein Museum, in dem man mit allen Sinnen das Leben im Mittelalter erfahren kann. Hier wird Geschichte erlebbar, durch hören, sehen, riechen und fühlen. Im Festsaal kann man mittelalterliche Tanzschritte lernen, Rüstungen und Helme sind zum Anprobieren da und ein nachgebautes Bett lädt zum Probeliegen ein. Erstmalig wird es auf der Cadolzburg eine Virtual- Reality- Brille geben, die es ermöglicht, an einem mittelalterlichen Ritterturnier teilzunehmen. Entweder auf dem Pferdesattel oder, etwas gemütlicher, auf den Zuschauerbänken. Geräusche und Düfte aus der Burg im Mittelalter lassen den Besucher am damaligen Leben teilhaben. Die Cadolzburg soll in Zukunft nicht nur ein Museum sein, sondern auch für verschiedenen Veranstaltungen genutzt werden. Am Samstag und Sonntag gab es dann für die Besucher die Möglichkeit, die Burg zu besichtigen. Geschicklichkeitsspiele, Schauvorführungen mittelalterlicher Handwerker sowie die Vorstellung alter Gemüse- und Getreidesorten aus dem Burggarten rundeten das Eröffnungsprogramm ab. Der Handels- und Gewerbeverein Cadolzburg veranstaltete anlässlich der Burgeröffnung einen „Feinschmeckermarkt“ auf dem Marktplatz. Hier gab es „für den kleinen Hunger“ alles, was das Herz begehrte. Und für musikalische Unterhaltung sorgten an beiden Tagen die Musikkapelle Cadolzburg unter der Leitung von Peter Hauschild sowie Matthias Lange mit der Bigband. Nun steht sie wieder in alter Pracht da, die Hohenzollernveste. Wie hatte Landrat Dießl in seiner Rede gesagt? „ Die Cadolzburg wacht aus dem Dornröschenschlaf auf“. Das ist ein rundum gelungenes, wunderschönes Erwachen geworden, für das man allen Beteiligten große Anerkennung und Dank sagen kann. (UE)

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