Faire Bälle präsentiert

(CadolzburgAm Freitag dem 7. Juli organisierte die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Gemeinde Cadolzburg und das Cadolzburger Weltlager eine Ballpräsentation der besonderen Art: Robert Weber, ein alter Hase der Sportartikelherstellung, präsentierte das Konzept seiner fair produzierten Fuß- und anderer Sportbälle. In einem äußerst interessanten Vortrag lernte man etwas über die Geschichte des Fußballs und seiner Herstellung. Auch heute werden ca. drei Viertel der Bälle noch von Hand genäht. Die letzten Stiche werden mit einer besonderen Technik blind von außen mit Spezialnadeln gesetzt. Wer will kann gerne mal bei einem Fußball die letzten Stiche suchen. Er wird nichts finden.  Die Idee individueller und fairer Fußbälle kam Weber sozusagen am Biertisch, als die von ihm in den USA trainierten High-School-Girls (wieder mal die Mädchen!) individuell bedruckte Fußbälle wollten. Er besann sich alter Kontakte in Pakistan und baute einen Handel mit individuellen Bällen auf. Und weil er die Menschen dort schon lange kannte, war es ihm wichtig, dass die Arbeiter dort eine faire Bezahlung bekamen. Fair Play nur mit Fair Trade. Die Arbeiter in Sialkot, der Welthauptstadt der Sportballproduktion, erhalten einen Aufschlag von 10% auf das normale Gehalt, die Arbeitsbedingungen sind sicherer, und sie erhalten z. B. eine bessere Gesundheitsversorgung. Dies wird regelmäßig kontrolliert, wofür das Logo des Partners FAIRTRADE steht.  Der Name Bad Boyz („Böse Buben“) kommt übrigens daher, dass Robert Weber bei seinen Einkaufsbesuchen in Pakistan von den Lieferanten wegen der geringen Stückzahlen immer als Nervensäge bezeichnet wurde. Kein Wunder, wenn man weiß, dass in Sialkot 40 Millionen Fußbälle pro Jahr produziert werden, und Weber Serien ab 30 liefert! Nachdem er seine Firma bereits an seine Tochter übergeben hat, wird man vielleicht irgendwann von „Bad Girlz“ sprechen. ( Stefan Grünbaum für die Fair-Trade-Steuerungsgruppe Cadolzburg)

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